Aufbewahrungsfristen

Veröffentlicht am 01.02.2020

Die Aufbewahrungsfrist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die
letzte Eintragung in das Buch gemacht, das Inventar, die Eröffnungsbilanz,
der Jahresabschluss oder der Lagebericht aufgestellt, der Handels- oder Geschäftsbrief
empfangen oder abgesandt worden sind oder der Buchungsbeleg entstanden ist.
Im Einzelnen können nachfolgend aufgezeigte Unterlagen nach dem 31.12.2019
vernichtet werden:

  • Aufbewahrungsfrist 10 Jahre*: Bücher, Inventare, Bilan­zen,
    Rechnungen und Buchungsbelege (Offene-Pos­ten-Buchführung) – d. h.
    Bücher mit Eintragung vor dem 1.1.2010, Bilanzen und Inventare,
    die vor dem 1.1.2010 aufgestellt sind, sowie Belege mit Buchfunktion.
  • Aufbewahrungsfrist 6 Jahre*: Empfangene Handels- und Geschäftsbriefe
    sowie Kopien von abgesandten Handels- und Geschäftsbriefen, sonstige
    Unterlagen – d. h. Unterlagen und Lohnkonten, die vor dem 1.1.2014 entstanden
    sind.

* Dies gilt nicht, soweit Bescheide noch nicht endgültig und Rechtsbehelfs-
oder Klageverfahren anhängig sind.

Anmerkung: Durch die Regelungen des Gesetzes zur Bekämpfung von Schwarzarbeit
sind auch Privatpersonen verpflichtet, Rechnungen und Belege über steuerpflichtige
Leistungen zwei Jahre lang aufzubewahren Das gilt für Steuerpflichtige,
die handwerkliche Arbeiten im Haus und am Grundstück – wie z. B. bauliche
und planerische Leistungen sowie Reinigungs-, Instandhaltungs- oder Gartenarbeiten
– beauftragt haben.